Auto Classic
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Aktuelle Ausgabe 004/2026 vom 21.05.2026
Erscheinungsweise: alle 2 Monate
Die nächste Ausgabe erscheint am 23.07.2026.
Inhalt der Ausgabe 004/2026:
(TITELSTORY) 90 Jahre Diesel-Pkw
Rudolf Diesel patentierte 1893 einen Ölbrenner mit Selbstzündung, der Antriebe von Schiffen, Stationärmaschinen und Lkw revolutionierte. Europäische Hersteller wie Peugeot, Mercedes und Citroën experimentierten ab den 1930ern mit Dieselmotoren im Pkw, was schließlich zu robusten Sparern führte. Technische Neuerungen wie Turboaufladung, Rußpartikelfilter und Common‑Rail‑Einspritzung machten aus dem Diesel seit den 1970ern einen leistungsfähigen und populären Antrieb, bevor der Skandal 2015 den Markt erschütterte. Professor Ferdinand Dudenhöffer warnt, dass Marktanteile und politische Rahmenbedingungen den Pkw‑Diesel weiter schrumpfen lassen könnten, sodass sein hundertjähriges Jubiläum fraglich wirkt.
(REPORTAGE) Rust in Peace
Frans Mandigers sammelt verlassene US-Klassiker und konserviert ihre Patina, statt sie vollständig zu restaurieren. Die drei Fahrzeuge Packard (1949), Buick Roadmaster (1957) und Lincoln Continental (1964) illustrieren Mandigers' »Rustlook«‑Konzept, das natürliche Verwitterung sichtbar erhält. Mandigers verwendet künstlerische Alterungstechniken, spezielle Farben mit Eisenpartikeln und Versiegelungen, um glaubwürdige Rost- und Gebrauchsspuren zu erzeugen. Das Ergebnis verwandelt die Autos in Zeitzeugen, die Roadtrip‑Romantik und Alltagsgeschichten der US‑Autogeschichte transportieren.
(Traumklassiker) Generationsvergleich Porsche Targa
Ferdinand ‚Ferry‘ Porsche trieb die Entwicklung einer offenen Version des 911 voran und favorisierte eine stromlinienförmige Lösung mit festem Überrollbügel. Karmann und Porsches Designteam entwickelten frühe Prototypen; der serienreife Targa brachte schließlich den charakteristischen gebürsteten Edelstahlbügel. Porsche veränderte das Dachkonzept über die Jahrzehnte, von Soft‑Window‑Heckscheiben über feste Greenhouse‑Lösungen bis zur Rückkehr des ikonischen Targa‑Bügels mit elektrisch bedienbarem Mittelteil. Der Targa etablierte sich als eigene, beliebte Variante zwischen Coupé und Cabriolet und prägte die 911‑Modellgeschichte nachhaltig.
(REPORTAGE) VW Rometsch
Friedrich Rometsch formte in Berlin handgearbeitete Karosserien auf Basis des VW Käfer und schuf elegante Lawrence- und Beeskow-Modelle. René van Hulzen restaurierte ein seltenes Rometsch Lawrence Coupé, das aus den USA zurückgeholt worden war, und rekonstruierte fehlende Teile mithilfe internationaler Nachfertigungen. Die Restaurierung erforderte die Reproduktion von Stoßstangen, Aluminiumblechen und Holzbauteilen sowie die Anpassung originalgetreuer Farben. Die seltenen Rometsch-Fahrzeuge gelten heute als begehrte Sammlerstücke und sorgen für großes Interesse auf Oldtimer-Treffen.
(LESERAUTO) Mercedes 500E
Mercedes entwickelte den 500E in Kooperation mit Porsche, um eine sportliche Limousine mit einem 5,0‑Liter‑V8 zu schaffen. Porsche übernahm maßgebliche Karosserieanpassungen und die Montage, was eine aufwendige Logistik zwischen Sindelfingen und Zuffenhausen erforderte. Stefan Küppers besitzt einen E500 aus 1993, den er sorgsam pflegt und bei dem er moderne HiFi‑Technik sorgsam in die klassische Mittelkonsole integrierte. Technische Besonderheiten wie verbreiterte Radhäuser, veränderte Batterieplätze und hochwertige Innenausstattung tragen zur Wertschätzung und zum Sammlerinteresse an diesem Modell bei.
