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HörZu Gesundheit

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Aktuelle Ausgabe 002/2026 vom 19.05.2026

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Die nächste Ausgabe erscheint am 18.08.2026.

Inhalt der Ausgabe 002/2026:

Hör auf deine Haut
Das Mikrobiom auf Haut und Darm bestimmt maßgeblich Entzündungsprozesse und beeinflusst Heilung und Krankheitsneigung. Prof. Michaela Axt-Gadermann erklärt, dass Ernährung, übermäßige Reinigung, UV-Strahlung, Medikamente und Stress die Zusammensetzung der Hautkeime verändern. Forschungsteams zeigen, dass eine vielfältige Bakterienflora und ein saurer pH-Wert die Hautbarriere stärken und Beschwerden wie Neurodermitis oder Akne lindern können. Moderne Therapien reichen von probiotischen Bädern und gezielter Hautpflege bis zu individualisierten Impf- und Immuntherapien bei Hauttumoren.

Wieder besser sehen
Die Alterssichtigkeit entsteht durch eine zunehmende Versteifung der Augenlinse und zeigt sich ab etwa 40 bis 50 Jahren beim Nahsehen. Prof. Thomas Kohnen erläutert, dass die einfachste Korrektur eine Lesebrille oder bei Bedarf eine Gleitsichtbrille oder Kontaktlinsen sein kann. Operative Optionen wie der Linsenaustausch mit Multifokal- oder EDoF‑Kunstlinsen bieten für viele Betroffene eine dauerhafte Lösung, oft kombiniert mit Katarakt‑Operationen. Früherkennung und regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtig, um Erkrankungen wie Glaukom oder Makuladegeneration rechtzeitig zu behandeln.

Achtung, Attacke
Lärm wirkt als unsichtbarer Stressfaktor und löst schon nach einer einzigen gestörten Nacht messbare Erhöhungen von Stresshormonen aus. Prof. Thomas Münzel weist darauf hin, dass chronische Lärmbelastung Arterien versteifen und das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Rhythmusstörungen steigern kann. Forschende fanden bei anhaltender Fluglärmbelastung ungünstige Veränderungen des linken Herzmuskels und ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Städtebau, Tempo-30-Zonen, Flüsterasphalt, Nachtflugbeschränkungen und persönlicher Schallschutz wie Schallschutzfenster und Ohrstöpsel können die Gesundheitsbelastung merklich reduzieren.

Die innere Armee
Das Immunsystem besteht aus Milliarden spezialisierter Zellen, Proteinen und Botenstoffen, die im Blut, in Lymphknoten, Schleimhäuten, Haut und Darm patrouillieren. Forscher nutzen die immunologische Überwachung, indem sie Antikörper, Checkpoint-Inhibitoren und CAR-T-Zell-Therapien entwickeln, um Krebszellen gezielt anzugreifen. James Allison und Tasuku Honjo erhielten 2018 den Nobelpreis für die Entdeckung von Checkpoint-Inhibitoren, die bei manchen Tumoren zu langanhaltenden Remissionen führten. Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie Lupus profitieren zunehmend von gezielten Ansätzen, bei denen fehlgeleitete Immunzellen entfernt oder das Immunsystem zurückgesetzt wird.

Die Wahrheit über unser täglich Brot
ARD-Reporter und Recherchenteams fanden erhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede zwischen Supermarktware, Bäckereiketten und Handwerksbetrieben. Jo Hiller berichtet, dass viele Bäckereien aus Zeit- und Kostengründen auf Fertigmischungen und Backhilfsmittel zurückgreifen, während echtes Handwerksbrot deutlich länger in der Herstellung ist. Lebensmitteltechniker betonen, dass Zusatzstoffe wie Enzyme, Emulgatoren und Stabilisatoren deklariert werden müssen, aber optisch oft kaum sichtbar sind. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die Zutatenliste prüfen: Kurz gehaltene Listen mit Mehl, Wasser, Salz, Sauerteig und ggf. Körnern deuten meist auf traditionelle Herstellung hin.

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