Mein Schöner Landgarten
Mein Schöner Landgarten
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Aktuelle Ausgabe 004/2026 vom 22.05.2026
Erscheinungsweise: alle 2 Monate
Die nächste Ausgabe erscheint am 31.07.2026.
Inhalt der Ausgabe 004/2026:
Lebensraum Linde – Das vielfältige Ökosystem eines einzigen Baums
Die Winterlinde erreicht bis zu 35 Meter Höhe und blüht Ende Juni bis Anfang Juli mit nektarreichen Dolden, die für Bienen und andere Bestäuber essenziell sind. Zahlreiche Vogel- und Insektenarten nutzen Linden als Nahrungsquelle und Brutplatz, darunter Hummeln, Schwebfliegen und viele Schmetterlinge. Pilze und holzbewohnende Käfer führen zwar zu Stammfäule, schaffen dabei jedoch Höhlen, die Fledermäusen, Bilchen und Höhlenbrütern Schutz bieten. Linden als Alleen- und Parkbaum fördern die lokale Biodiversität nachhaltig.
Erntezeit im Mandala-Garten – Reportage-Besuch in der Eifel
Miriam Nathem hat auf einer Pferdeweide einen 700 m² großen Mandala-Selbstversorgergarten mit kreisförmigen Beeten und einem zentralen Obstbaum angelegt. Die Gärtnerin arbeitet nach der No-dig-Methode, nutzt lokal gefundenes Holz und Steine für Beetumrandungen und baut durch Kompost und Mulch fruchtbaren Boden ohne Umgraben auf. Anzucht, Fruchtfolge, Mischkultur und einfache Schneckenbekämpfung sichern einen hohen Ertrag, und Tomaten, Bohnen sowie Kürbis bilden zentrale Kulturpflanzen. Tierhaltung, Permakulturprinzipien und Verarbeitungsmaßnahmen ergänzen die Selbstversorgung.
Duftstauden – Gärtnern mit allen Sinnen
Duftstauden locken mit unterschiedlichen Aromen und ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an. Die Auswahl reicht von früh duftenden Lilien bis zu abendaktiven Nachtduftern wie Mondviole und Ziertabak. Gärtner sollten Arten so verteilen, dass Duftnoten zu verschiedenen Tageszeiten erlebbar sind. Viele vorgestellte Pflanzen bieten neben Duft auch kulinarische oder medizinische Verwendungsmöglichkeiten.
Die helle Freude – Blüten in Weiß und zarten Cremetönen
Helle Blütenfarben wie Weiß und Creme schaffen ruhige, offene Gartenräume und reflektieren Licht. Unterschiedliche Blütenformen von Sterndolde über Himalaya-Steppenkerze bis zur Prachtscharte sorgen für harmonische Vielfalt trotz einheitlicher Farbgebung. Punktuelle kräftige Farbtupfer setzen gezielte Akzente und bringen Spannung in die Harmonie. Kleine Gärten und schattige Bereiche profitieren besonders von dem optischen Vergrößerungseffekt heller Beete.
Diese Kräuter können mehr
Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Ysop gedeihen am besten auf mageren, sonnigen Standorten und vertragen Hitze sowie Trockenheit. Stecklinge sind eine schnelle Vermehrungsmethode, während Samen nur für große Mengen lohnen. Topfkultur oder Trockenmauern ermöglichen den Anbau auch nördlich der Alpen. Pflegetipps betonen sparsames Düngen, gelegentliche Brennnesseljauche und Maßnahmen gegen Mehltau und Zikadenbefall.
